{"id":843,"date":"2022-03-15T10:00:28","date_gmt":"2022-03-15T09:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=843"},"modified":"2023-03-30T16:53:14","modified_gmt":"2023-03-30T14:53:14","slug":"hillbury-basics-die-anlehnung-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/pferde-training\/hillbury-basics-die-anlehnung-teil-2\/","title":{"rendered":"Die Anlehnung &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_840\" aria-describedby=\"caption-attachment-840\" style=\"width: 1070px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-840\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Anlehnung.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"733\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Anlehnung.jpg 1080w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Anlehnung-300x204.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Anlehnung-768x521.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Anlehnung-1024x695.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-840\" class=\"wp-caption-text\">Die Anlehnung &#8211; so erreicht man sie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was die Anlehnung ist \u2013 eine weiche und flexible Verbindung von Reiterhand und Pferdemaul \u2013, dar\u00fcber ging es in diesem Artikel. Heute erkl\u00e4ren wir, wie man sie sich erarbeiten kann. Denn eine konstante Anlehnung kann ganz sch\u00f6n kniffelig sein.<!--more--><\/p>\n<p>Pferd und Reiter kommen nicht mit dem Wissen auf die Welt, wie sich eine gute Anlehnung anf\u00fchlt und wie man sie erreicht \u2013 sie muss geschult und trainiert werden. Wer korrekt reitet, der findet sie dann fast von selbst.<\/p>\n<p>Eine gleichm\u00e4\u00dfige Anlehnung ist das Ergebnis aus dem Zusammenspiel von Z\u00fcgelhilfen, Gewichts- und Schenkelhilfen. Treibende, nachgebende und durchhaltende Hilfen, angepasst an die Situation und Lektion machen die Anlehnung m\u00f6glich bzw. halten sie aufrecht. Die Hilfen werden mal parallel, mal etwas zeitlich versetzt gegeben. Die treibenden Hilfen sind wichtig, da die Energie des Pferdes durch die Verbindung vorn begrenzt wird, um es zu formen \u2013 sie darf nicht verloren gehen.<br \/>\nDas Pferd l\u00e4uft dann an der Senkrechten bzw. mit der Nase etwas davor und hat im Genick nachgegeben. Anlehnung ist damit ein Prozess und ein Dialog mit dem Pferd. Sie ist kein Zustand, sondern st\u00e4ndig im Wandel. Entsprechend wirst du mal etwas mehr Druck auf den Z\u00fcgeln sp\u00fcren und mal etwas weniger; es ist auch gut m\u00f6glich, dass der Druck innen und au\u00dfen unterschiedlich ist.<\/p>\n<h3>Die Voraussetzungen f\u00fcr die Anlehnung<\/h3>\n<p>Die Voraussetzung f\u00fcr Anlehnung ist ein ausbalancierter Reiter. Du musst also im Gleichgewicht sitzen und in der Lage sein, die Hilfen zu koordinieren und dein Pferd nicht zu st\u00f6ren. Also locker h\u00e4ngendes Bein, getragene H\u00e4nde, am Oberk\u00f6rper leicht anliegende Arme und zentrierter Sitz. Vermeide ein zu hartes Annehmen der Z\u00fcgel, damit dein Pferd nicht das Vertrauen in deine Hand verliert.<\/p>\n<p>Dein Pferd geht locker und im Takt flei\u00dfig vorw\u00e4rts und es reagiert willig auf den treibenden Schenkel. Verh\u00e4lt es sich hier, kann der Kontakt mit der Reiterhand nicht real sein.<\/p>\n<p>Stelle jetzt den Kontakt her, indem du sp\u00fcrst, wo dein Pferd ist. Das kann bedeuten, dass du die <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Zuegel\/\">Z\u00fcgel<\/a> etwas k\u00fcrzer nimmst, es kann aber auch sein, dass du etwas nachgeben musst. Achte darauf, dass dein Pferd weiterhin vorw\u00e4rts geht. Und nun geht es ans Finetuning.<\/p>\n<h3>\u00dcbungen f\u00fcr eine bessere Anlehnung<\/h3>\n<p>Hast du zu viel Gewicht auf der Hand, kannst du versuchen die Anlehnung folgenderma\u00dfen zu verbessern: Trab-Halt-Trab-\u00dcberg\u00e4nge oder Trab-Halt-R\u00fcckw\u00e4rts-Trab-Abfolgen k\u00f6nnen sie stabilisieren, ebenso wirken sich Lektionen wie Schulterherein, Wendungen wie Volten und Schlangenlinien und das kurze Vorgeben der H\u00e4nde positiv auf eine leichtere Anlehnung aus.<br \/>\nIst die Anlehnung dagegen zu leicht, helfen \u00dcberg\u00e4nge zwischen Trab und Galopp und Tempounterschiede, sie zu verstetigen. Es kann auch hilfreich sein, im Arbeitstempo die Z\u00fcgel aus der Hand kauen zu lassen, um das Pferd zum Strecken zu animieren. Experimentiere auch mit Paraden nach oben.<\/p>\n<h3>Diagnosetool \u00dcbergang<\/h3>\n<p>Gerade \u00dcberg\u00e4nge haben das Zeug dazu, eine fehlerhafte Anlehnung zu entlarven \u2013 innerhalb der Gangart und zwischen den Gangarten. Je besser die Anlehnung, desto fl\u00fcssiger, geschmeidiger und konstanter gestalten sich die \u00dcberg\u00e4nge. Ist sie dagegen zu hart oder nicht vorhanden, wird sich das Pferd heraushebeln, gegen die Hand gehen, auseinanderfallen oder die \u00dcberg\u00e4nge auf der Vorhand ausf\u00fchren.<\/p>\n<p>Du kannst die Qualit\u00e4t der Anlehnung auch leicht pr\u00fcfen, indem du \u00fcberstreichst. Beim \u00dcberstreichen gibst du f\u00fcr mehrere Schritte eine oder beide H\u00e4nde etwas nach vorn, achte darauf, dass du im Oberk\u00f6rper gerade bleibst und nicht vorn \u00fcber kippst, damit Schenkel- und Gewichtshilfen weiterhin pr\u00e4zise bleiben.<\/p>\n<p>Streichst du in einer Wendung mit der inneren Hand \u00fcber, kannst du pr\u00fcfen, ob dein Pferd am \u00e4u\u00dferen <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Zuegel\/\">Z\u00fcgel<\/a> und dem inneren Schenkel geht und ob es Biegung und Stellung beibehalten kann. Streichst du mit beiden H\u00e4nden \u00fcber, kannst du die Selbsthaltung des Pferdes kontrollieren. Stimmt die Anlehnung, bleibt das Pferd im Rahmen.<br \/>\nEs passiert allerdings gern, dass sich Pferde beim \u00dcberstreichen heraushebeln, die Stellung oder die Biegung verlieren oder nach unten bzw. nach vorn ziehen, wenn der Z\u00fcgel als St\u00fctze wegf\u00e4llt.<\/p>\n<h3>Probleme mit der Anlehnung<\/h3>\n<p>Wenn es mit der feinen Verbindung nicht so klappen will, solltest du Schmerzen oder k\u00f6rperliche Probleme des Pferdes bei der Ursachenforschung ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzliche Verhaltens\u00e4nderungen wie heftiges Kopfschlagen k\u00f6nnen oft auf Schmerzen zur\u00fcckzuf\u00fchren sein: etwa auf Blockaden von Zungenbein, Kiefergelenk und Halswirbels\u00e4ule oder auf Zahnprobleme.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem solltest du darauf achten, dass <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Trensen\/\">Kopfst\u00fcck<\/a> und Gebiss deinem Pferd passen und korrekt verschnallt sind: Im Pferdemaul ist oft weniger Platz als gedacht, zu hoch verschnallte Gebisse dr\u00fccken dauerhaft in der Maulspalte, zu tief sitzende k\u00f6nnen an die Z\u00e4hne schlagen. Ist das Zaumzeug zu eng, entsteht au\u00dferdem Druck im Nacken des Pferdes und an den Ohrmuscheln, wenn sie vom Stirnriemen komprimiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was die Anlehnung ist \u2013 eine weiche und flexible Verbindung von Reiterhand und Pferdemaul \u2013, dar\u00fcber ging es in diesem Artikel. Heute erkl\u00e4ren wir, wie man sie sich erarbeiten kann. 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