{"id":799,"date":"2022-01-13T11:38:12","date_gmt":"2022-01-13T10:38:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=799"},"modified":"2026-06-16T09:41:44","modified_gmt":"2026-06-16T07:41:44","slug":"das-training-sinnvoll-aufbauen-darauf-solltest-du-achten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/pferde-training\/das-training-sinnvoll-aufbauen-darauf-solltest-du-achten\/","title":{"rendered":"Das Pferde-Training sinnvoll aufbauen \u2013 darauf solltest du achten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_805\" aria-describedby=\"caption-attachment-805\" style=\"width: 1070px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-805 size-full\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Trainingsaufbau.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"666\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Trainingsaufbau.jpg 1080w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Trainingsaufbau-300x185.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Trainingsaufbau-768x474.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Trainingsaufbau-1024x631.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-805\" class=\"wp-caption-text\">Abwechslung im t\u00e4glichen Pferde-Training ist f\u00fcr K\u00f6rper und Geist wichtig.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mia und ihr Hannoveraner Tivio reiten t\u00e4glich Dressur, nur an einem Tag in der Woche wird pausiert. Aber irgendwie stellen sich die Erfolge nicht so recht ein. Der rahmige Wallach hat immer noch L\u00f6cher hinter den Schulterbl\u00e4ttern und auch die <dfn><abbr title=\"Die Kruppe ist die kr\u00e4ftig bemuskelte Hinterhand des Pferdes, aus der die Kraft f\u00fcr z.B. den Vortrieb entspringt.\">Kruppe<\/abbr><\/dfn> will nicht so recht rund werden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wir Menschen sind die pers\u00f6nlichen Fitnesstrainer unserer Pferde. Wer reiten will, braucht ein gesundes, tragf\u00e4higes Pferd. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns auch im sinnvollen Trainingsaufbau auskennen. Denn viel hilft nicht per se viel, im Gegenteil. \u00dcbertraining kann genauso schaden wie Untertraining \u2013 k\u00f6rperlich und mental. Es ist also nicht die reine Quantit\u00e4t, die gutes Pferde-Training ausmacht, sondern vor allem auch die Qualit\u00e4t.<\/p>\n<h3><strong>Wie k\u00f6nnen wir das Pferde-Training sinnvoll aufbauen?<\/strong><\/h3>\n<h3>1. Einen Plan haben<\/h3>\n<p>Wer beim Reiten immer nur vor sich hin wurschtelt und beliebig Lektionen aneinander reiht, der wird kein Fortkommen sehen. Weil er kein klares Ziel hat und deswegen auch nicht messen kann, ob er Fortschritte gemacht hat oder nicht. Deswegen ist es sinnvoll, sich vor jeder Einheit einen Plan oder ein Ziel zu setzen \u2013 nat\u00fcrlich immer passend zum aktuellen Ausbildungsstand von Pferd und Reiter. Wer ein Ziel hat, reitet viel fokussierter. Es spricht auch nichts dagegen, klein anzufangen und dann allm\u00e4hlich zu steigern. Ein Trainingstagebuch kann hier eine gute Idee sein, um die Fortschritte zu dokumentieren. Es bietet sich auch an, immer mal wieder Fotos zu machen oder Videos zu drehen. Wer das in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden tut, wird die Entwicklung seines Pferdes gut nachvollziehen k\u00f6nnen und kann dann R\u00fcckschl\u00fcsse auf sein Training ziehen und es bei Bedarf anpassen und verbessern.<\/p>\n<h3>2. Die Einheiten sinnvoll strukturieren<\/h3>\n<p>Wir k\u00f6nnen unsere Trainingseinheit im Kleinen wie im Gro\u00dfen strukturieren. Zum einen gilt nat\u00fcrlich, dass wir nicht aufsteigen und direkt mit schweren Lektionen einsteigen. Die Arbeit beginnt erst nach einer Aufw\u00e4rm- und L\u00f6sungsphase und eine Entspannungs- bzw. Abk\u00fchlphase beendet die Einheit. Gerade, wenn es kalt ist, das Pferd aus der Box kommt oder es an Vorerkrankungen leidet, ist eine lange Schrittphase wichtig, damit es sich aufw\u00e4rmen und den K\u00f6rper vorbereiten kann. Au\u00dferdem hilft ein systematischer Aufbau der Lektionen dem Pferd: Die Basis sind solide gerittene Grundlagen. Nur, wenn die sitzen, kann die Schwierigkeit erh\u00f6ht werden. Klappt es nicht, geht es zur\u00fcck an die Basics. So stellen wir sicher, dass wir das Pferd nicht \u00fcberfordern und es genug Kraft, Balance und Koordination aufgebaut hat, um unsere steigenden Anforderungen auch erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>3. Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t im Pferde-Training<\/h3>\n<p>Gutes Training formt das Pferd \u2013 schlechtes leider auch. Deswegen sollten wir eine m\u00f6glichst gute Qualit\u00e4t der Lektionen anstreben, das bedeutet korrektes Reiten. Hingeschluderte Lektionen wie ein \u00fcberbogenes Schulterherein oder ein Zirkel mit verworfenem Genick haben keinen gymnastischen Wert. Damit die Bewegung das Pferd gesund erh\u00e4lt, muss sie richtig ausgef\u00fchrt werden. Lieber langsam und Schritt f\u00fcr Schritt die \u00dcbung in kleinen Teilen erarbeiten und zusammensetzen, statt sie schnell und falsch immer wieder zu wiederholen. Das Pferd lernt sonst falsche Bewegungsabl\u00e4ufe &#8211; schon hat man einen Korrekturfall. Zudem steigt damit das Risiko f\u00fcr \u00dcberlastung, Verschlei\u00df und Verletzungen. Richtiges Training verbessert dagegen Beweglichkeit und Balance, baut Muskeln auf und hilft dem Pferd, Defizite auszugleichen.<\/p>\n<h3>4. Pause und Abwechslung bitte<\/h3>\n<p>Gutes Training setzt verschiedene Reize und macht vor allem Pausen. Erst in den regenerativen Phasen werden Muskeln aufgebaut \u2013 der K\u00f6rper reagiert dann und repariert und st\u00e4rkt Muskeln und Gewebe, die durch das Training beansprucht wurden. Eine gute Einheit zeichnet sich deswegen durch ein Wechselspiel aus: Der Anspannung folgt immer wieder die Entspannung, der versammelnden Lektion ein lockeres Vorw\u00e4rtstraben. So kann das Pferd sich wieder ausruhen und Kraft sammeln, das ist f\u00fcr alte wie f\u00fcr junge Pferde wichtig. Doch auch mit Blick auf das Ganze sind Pausen wichtig: Also nicht jeden Tag stur Dressur, sondern Abwechslung. Ein Ritt ins Gel\u00e4nde, ein Tag mit ruhigem Longieren oder ein Koppeltag. All das stellt unterschiedliche Anforderungen an den Pferdek\u00f6rper, so dass wir nicht Gefahr laufen, einseitig oder \u00fcberm\u00e4\u00dfig zu trainieren. An einem Tag trainieren wir zum Beispiel Kraft, am anderen Ausdauer.<\/p>\n<h3>5. Die Bed\u00fcrfnisse unseres Pferdes ber\u00fccksichtigen<\/h3>\n<p>Auch, wenn wir noch so viele Vorstellungen, W\u00fcnsche und Ideen haben: Reiten ist ein Teamsport. Wir m\u00fcssen auch immer die Bed\u00fcrfnisse unseres Pferdes ber\u00fccksichtigen. Nicht jedes ist f\u00fcr die Dressur geboren und nicht jedes kann sich bei der gem\u00fctlichen Runde in den Wald entspannen. Tr\u00e4ge Pferde brauchen gute Motivationsstrategien \u2013 wer dauertreibt, verliert. Flotte Pferde brauche Routine und Stabilit\u00e4t \u2013 wer nur an den Z\u00fcgeln zieht, verliert. Und nat\u00fcrlich spielen k\u00f6rperliche Wehwehchen eine Rolle oder sogar das Wetter. Denn um 15 Uhr bei 30 Grad in der prallen Sonne Lektionen drillen, macht weder Mensch noch Pferd Freude.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Nadja M\u00fcller<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[caption id=&quot;attachment_805&quot; align=&quot;aligncenter&quot; width=&quot;1080&quot;] Abwechslung im t\u00e4glichen Pferde-Training ist f\u00fcr K\u00f6rper und Geist wichtig.[\/caption] Mia und ihr Hannoveraner Tivio reiten t\u00e4glich Dressur, nur an einem Tag in der Woche wird pausiert. Aber irgendwie stellen sich die Erfolge nicht so recht ein. 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