{"id":707,"date":"2021-06-02T10:00:41","date_gmt":"2021-06-02T08:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=707"},"modified":"2023-03-28T14:07:52","modified_gmt":"2023-03-28T12:07:52","slug":"dressur-zu-fuss-die-vorzuege-der-arbeit-an-der-hand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/bodenarbeit\/dressur-zu-fuss-die-vorzuege-der-arbeit-an-der-hand\/","title":{"rendered":"Dressur zu Fu\u00df &#8211; die Vorz\u00fcge der Arbeit an der Hand"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_710\" aria-describedby=\"caption-attachment-710\" style=\"width: 1900px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-710 size-full\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Arbeit-an-der-Hand.jpg\" alt=\"\" width=\"1910\" height=\"1009\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Arbeit-an-der-Hand.jpg 1910w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Arbeit-an-der-Hand-300x158.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Arbeit-an-der-Hand-768x406.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Arbeit-an-der-Hand-1024x541.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1910px) 100vw, 1910px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-710\" class=\"wp-caption-text\">Arbeit an der Hand bietet dem Pferd mehr als nur Abwechslung im t\u00e4glichen Training.<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Au\u00dfenstellung gef\u00fchrte Travers, Volten und versammelnde Lektionen: Gut gemachte Handarbeit sieht toll aus, flie\u00dfend und harmonisch. Anders als bei der Bodenarbeit beeinflussen wir dabei Biegung und Stellung des Pferdes: Wir laufen mit und wirken direkt auf die Nase oder das Maul ein. Bei der Handarbeit wird das Pferd von beiden Seiten sowie von innen und von au\u00dfen gef\u00fchrt. Sie ist eine Art der Dressur &#8211; zu Fu\u00df.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Handarbeit, warum eigentlich?<\/h3>\n<ul>\n<li>Die Arbeit an der Hand eignet sich hervorragend, um dem jungen Pferd die Hilfen zu erkl\u00e4ren und es auf seine Aufgabe als Reitpferd vorzubereiten.<\/li>\n<li>Handarbeit gymnastiziert und verbessert die Balance. Junge Pferde entwickeln Tragkraft und \u00e4ltere bleiben geschmeidig.<\/li>\n<li>Da der Mensch nicht im Sattel sitzt, wird das Pferd nicht durch sein Gewicht oder falsche Hilfen gest\u00f6rt und kann neue Lektionen leichter lernen.<\/li>\n<li>Werden Lektionen von unten erarbeitet und vorbereitet, klappen sie im Sattel meist einfacher und schneller.<\/li>\n<li>Der Mensch isoliert die Hilfen, was dem Verst\u00e4ndnis hilft &#8211; Handarbeit macht also bessere Reiter.<\/li>\n<li>Da der Mensch das Pferd sehen kann, und nicht wie von oben allein auf sein Gef\u00fchl angewiesen ist, gewinnt er eine bessere Vorstellung und kann leicht korrigieren.<\/li>\n<li>Handarbeit ist auch einfach eine sch\u00f6ne Abwechslung.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Arbeit an der Hand: Diese Ausr\u00fcstung brauchst du<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Arbeit an der Hand ben\u00f6tigst du entweder eine <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Trensen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Trense<\/a> samt <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Zuegel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Z\u00fcgeln<\/a>, oder einen <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Kappzaum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kappzaum<\/a> mit einem Bodenarbeitsseil. Hierf\u00fcr eignet sich hervorragend ein leichtes, kurzes Seil mit einem kleinen Karabiner oder einer Lederschlaufe um feine Signale geben zu k\u00f6nnen. Perfekte Trainings-Partner sind z.B. das <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Bodenarbeit\/Kappzaumseile\/\">Seil f\u00fcr die Kappzaum-Arbeit aus Segel-Tau oder Elchleder<\/a> in 4m L\u00e4nge.\u00a0Eine Gerte ist f\u00fcr die Arbeit vom Boden ebenfalls von N\u00f6ten.<\/p>\n<p>Die klassische Handarbeit wird auf Trense gef\u00fchrt: Dabei geht der Mensch auf Schulterh\u00f6he neben dem Pferd, greift mit einer Hand in den Z\u00fcgel direkt am Gebiss und f\u00fchrt den anderen Z\u00fcgel sowie die Gerte mit der zweiten Hand an der Schulter unterhalb des Widerrist. Der \u00e4u\u00dfere Z\u00fcgel soll das Pferd f\u00fchren, der innere die Stellung vorgeben. Eine andere M\u00f6glichkeit besteht darin, vor dem Pferd (r\u00fcckw\u00e4rts) zu gehen. Daf\u00fcr wird dann oft der Kappzaum genutzt.<br \/>\nDie Gerte dient als dein verl\u00e4ngerter Arm. Du kannst dein Pferd damit antreiben, du kannst sie als Schenkelersatz anlegen oder zum Beispiel beim Travers als Zeigestock nutzen, auf den dein Pferd zutreten soll.<\/p>\n<h3>Handarbeit mit dem Pferd: Die ersten Schritte<\/h3>\n<p>Egal, ob gerade Linien, Tempounterschiede, Seiteng\u00e4nge oder Bahnfiguren: Bei der Arbeit an der Hand k\u00f6nnen du und dein Pferd all diese Dinge tun. Davor solltest du ihm aber zun\u00e4chst im Stand die Hilfen erkl\u00e4ren. Wenn du mit einem Kappzaum arbeitest, bringe ihm bei, auf einen Impuls am Seil hin den Kopf zu senken. Damit bereitest du die Dehnungshaltung sp\u00e4ter auch in der Bewegung vor. Im n\u00e4chsten Schritt stellst du dein Pferd am Kappzaum mit seitlichen Impulsen. Wichtig ist dabei, dass die Ohren auf einer H\u00f6he bleiben und das Pferd sich nicht im Genick verwirft. Eine korrekte Stellung und Biegung f\u00fchren dazu, dass sich die gesamte Wirbels\u00e4ule ausrichtet und die innere H\u00fcfte etwas nach vorn kommt.<\/p>\n<p>Arbeitest du mit Trense und Gebiss, dann startest du frontal vor dem Pferd: Du greifst in die Backenst\u00fccke oberhalb der Gebissringe, mit einer Hand gibst du leichten Druck in Richtung Pferdebrust, die andere f\u00fchrst du vorsichtig zu dir. Willst du Biegung im Hals, klappt das am besten, wenn du das Pferd von dir wegbiegst. Du stehst neben dem Pferd und greifst erneut die Backenst\u00fccke: Daf\u00fcr reicht eine Hand unter dem Pferdekopf durch. Jetzt f\u00fchrst du diese Hand vom Pferdekopf weg und \u00fcbst mit der anderen leichten Druck aus. Sp\u00e4ter machst du das in der F\u00fchrposition, indem du die Hand am Widerrist senkst und mit der Hand am Gebiss nachgibst.<\/p>\n<h3>Losgehen und Anhalten in der F\u00fchrposition<\/h3>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt erkl\u00e4rst du deinem Pferd Losgehen und Anhalten auf einer geraden Linie in F\u00fchrposition. Willst du Bewegung, richte dich auf, gib dein Stimmsignal und tippe dein Pferd bei Bedarf mit der Gerte auf den Oberschenkel. Jetzt geht ihr mit gutem Vorw\u00e4rts gemeinsam los. Auch du wirst dich wahrscheinlich erst einmal an die ungewohnte Handposition gew\u00f6hnen m\u00fcssen. Zum Anhalten l\u00e4sst du deine Energie gen Boden sinken und rotierst die Schultern etwas nach hinten. Nimm beide Z\u00fcgel etwas an und gib dein verbales Halt-Signal.<\/p>\n<p>Bleibt zun\u00e4chst auf dem Hufschlag und \u00fcbt die \u00dcbergange zum Halten und das Antreten. Danach kannst du anfangen, Tempounterschiede einzubauen und die Kopfposition deines Pferdes von mehr Dehnung zu mehr Aufrichtung zu variieren, wobei du die aktiven Hinterbeine nicht vergessen solltest. Au\u00dferdem kommen jetzt Stellung und Biegung dazu, wof\u00fcr sich einfache Hufschlagfiguren wie Schlangenlinien, Zirkel und Volten anbieten.<\/p>\n<h3>R\u00fcckw\u00e4rtsrichten und der Beginn der Seiteng\u00e4nge<\/h3>\n<p>F\u00fcr das R\u00fcckw\u00e4rtsrichten haltet ihr am besten auf dem Hufschlag an, damit das Pferd zus\u00e4tzlich zum \u00e4u\u00dferen Z\u00fcgel noch eine Begrenzung hat. Nimm im Stand die Z\u00fcgel an, verlagere dein Gewicht nach hinten und gib dein Stimmkommando. Alternativ kannst du r\u00fcckw\u00e4rts auch frontal erfragen.<\/p>\n<p>Einen leichten Einstieg in die Seiteng\u00e4nge gelingt dir mit Schultervor und Schulterherein: Beim Schultervor tritt das innere Hinterbein zwischen beide Vorderbeine, das \u00e4u\u00dfere in die Spur des gleichseitigen Vorderbeins. Daf\u00fcr richtest du die Vorhand auf die Hinterhand aus, indem du sie in die Bahn f\u00fchrst, bis du die Abstellung erreicht hast. F\u00fcr das Schulterherein verst\u00e4rkst du diese Abstellung noch: Dein Pferd geht dann auf drei bzw. auf vier Spuren.<\/p>\n<p>Denke daran, dass dein Pferd f\u00fcr verschiedene Lektionen wie seitw\u00e4rts oder Volten Platz braucht. Das hei\u00dft f\u00fcr dich, dass du auf kleinen Kreisen r\u00fcckw\u00e4rts mitgehst und dich entsprechend der gew\u00fcnschten Bewegung eindrehst.<\/p>\n<p>Alle Lektionen kannst du von beiden Seiten erarbeiten &#8211; richtig anspruchsvoll wird es, wenn du nicht nur von innen, sondern auch von au\u00dfen f\u00fchren kannst.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Nadja M\u00fcller<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[caption id=&quot;attachment_710&quot; align=&quot;aligncenter&quot; width=&quot;1910&quot;] Arbeit an der Hand bietet dem Pferd mehr als nur Abwechslung im t\u00e4glichen Training.[\/caption] In Au\u00dfenstellung gef\u00fchrte Travers, Volten und versammelnde Lektionen: Gut gemachte Handarbeit sieht toll aus, flie\u00dfend und harmonisch. Anders als bei der Bodenarbeit beeinflussen wir dabei Biegung und Stellung des Pferdes: Wir laufen mit und wirken direkt auf die Nase oder das Maul ein. 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