{"id":684,"date":"2021-09-02T12:43:06","date_gmt":"2021-09-02T10:43:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=684"},"modified":"2025-09-23T15:11:34","modified_gmt":"2025-09-23T13:11:34","slug":"individuell-trainieren-warum-es-so-wichtig-ist-den-charakter-des-pferdes-zu-beachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/pferde-training\/individuell-trainieren-warum-es-so-wichtig-ist-den-charakter-des-pferdes-zu-beachten\/","title":{"rendered":"Individuell trainieren &#8211; warum es so wichtig ist, den Charakter des Pferdes zu beachten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_700\" aria-describedby=\"caption-attachment-700\" style=\"width: 1070px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-700 size-full\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Individuell-trainieren.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"755\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Individuell-trainieren.jpg 1080w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Individuell-trainieren-300x210.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Individuell-trainieren-768x537.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Individuell-trainieren-1024x716.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-700\" class=\"wp-caption-text\">Entdecke den Charakter deines Pferdes!<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Pferd ist nicht nur ein K\u00f6rper \u2013 und so wichtig es ist, ein biomechanisch gutes Training aufzubauen zum Beispiel mit korrektem Longieren am <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Kappzaum\/\">Kappzaum<\/a> oder feiner Handarbeit, so wichtig ist es auch, die Psyche und den Charakter deines Pferdes zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nDas talentierteste und freundlichste Pferd wird irgendwann widersetzlich, wenn das Training so gar nicht zu ihm passt. Wenn wir unsere Pferde, ihr Wesen und ihre Art kennen, k\u00f6nnen wir unsere Anforderungen individuell anpassen und zuschneiden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich h\u00e4ngt der Pferdecharakter oft mit der Rasse zusammen: der Araber gilt als schreckhafter, das Vollblut l\u00e4sst sich leichter ablenken und der Noriker wartet erst einmal stoisch ab. Diese Verhaltensweisen sind instinktiv und von der Natur sinnvoll angelegt. Wenn das Gebirgspferd in Panik beim leisesten Ger\u00e4usch davon st\u00fcrmt, bricht es sich schnell die Beine. Deswegen haben Rassen wie Karabagh oder Haflinger einen weniger ausgepr\u00e4gten Fluchttrieb als zum Beispiel W\u00fcstenpferde.<\/p>\n<p>Auch die Leistungsf\u00e4higkeit unterscheidet sich: Der Araber kann eine halbe Stunde lang durchtraben ohne ein nasses Haar am K\u00f6rper, w\u00e4hrend der Norweger nach zehn Minuten den Dienst quittiert. Daf\u00fcr kann sich der Araber nicht so leicht versammeln wie ein Lusitano.<\/p>\n<h3>Richtig motivieren und den Charakter des Pferdes ber\u00fccksichtigen<\/h3>\n<p>Unterschiedliche Pferdtypen wollen unterschiedlich gef\u00f6rdert und motiviert werden. Dabei sollten wir auch die emotionalen und mentalen Komponenten des Trainings im Blick behalten. F\u00fcr das gem\u00fctliche Pferd sind Pause und stehen bleiben das gr\u00f6\u00dfte Lob, f\u00fcr ein hibbeliges Hochbl\u00fctiges ist Anhalten dagegen eher eine Strafe \u2013 es will in Bewegung bleiben.<\/p>\n<p><strong>Ruhige, introvertierte und stoische Pferde<\/strong> sch\u00e4tzen also in der Regel Pausen und kurze Trainingseinheiten. Manchmal sind hier auch Routinen hilfreich \u2013 aber Achtung, zu viel Gleichma\u00df sorgt f\u00fcr Langeweile und kann die Ruhigen auch nerven. Generell sagt man, dass sich dieser Charaktertyp gut l\u00e4nger konzentrieren kann und auch gern an kleinteiligen Aufgaben puzzelt. Wichtig ist, dass du dein Pferd lesen kannst. Denn die ruhigeren Typen werden auch bei Stress und \u00dcberforderung nicht hektisch, sondern noch ruhiger und introvertierter.<br \/>\nStoische Pferde k\u00f6nnen durchaus reizunempfindlicher sein \u2013 ihr Mensch muss sich dann sehr klar ausdr\u00fccken und braucht Geduld. Diesen Typ Pferd sollte man nicht mit Aufgaben \u00fcberladen, sondern eine nach der anderen angehen und sich Zeit dabei lassen.<\/p>\n<p><strong>Extrovertiertere Pferde<\/strong> zeigen dagegen gro\u00dfe Gesten, Dynamik und Energie \u2013 sie sind oft und gern in Bewegung, neugierig und verspielt, aber auch temperamentvoll. Hier kann Abwechslung im Training ein Schl\u00fcssel sein \u2013 und nicht zu kleinteilige Aufgaben, die diesen Pferdetyp schon langweilen oder auch \u00fcberfordern k\u00f6nnen. Denn viele extrovertierte Pferde lassen sich leichter ablenken und k\u00f6nnen sich nicht \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume konzentrieren.<\/p>\n<p>Energiegeladenen Pferde sind oft auch reizempfindlicher, sehr sensibel oder nerv\u00f6s \u2013 entsprechend leicht k\u00f6nnen sie im Training mit zu viel Input oder zu schnellen Wechseln \u00fcberflutet werden.<br \/>\nGerade die eifrigen Pferde neigen dazu, \u00dcbungen vorweg zu nehmen. Ihre Energie f\u00e4hrt sich schnell hoch, vor allem h\u00f6here Gangarten f\u00fchren zu Adrenalin-Sch\u00fcben und schnell artet Motivation dann in Stress aus. Hier gilt es, den Eifer zu nutzen und in die richtigen Bahnen zu lenken, um das Pferd wieder zum Zuh\u00f6ren zu bekommen. Wichtig sind zudem ein klarer Fokus beim Menschen, saubere Hilfen und K\u00f6rpersprache. Experimentiere und finde heraus, mit welchen \u00dcbungen du dein Pferd mental zu dir zur\u00fcckholen kannst. Oft sind optische Hilfsmittel wie Kegel oder Stangen sinnvoll, da sie dem Pferd einen Anker geben und einer Hufschlagfigur Sinn.<\/p>\n<h3>Intelligent oder super sensibel \u2013 unser Training passt sich dem Pferd an<\/h3>\n<p>Gerade Leistungssportler egal welcher Disziplin sind oft reaktiv und schnell. Die Zucht hat die Pferde zudem sehr menschenbezogen gemacht. Viele bringen einen &#8222;Will to please&#8220; mit, den Wunsch, es ihrem Menschen recht zu machen und zu gefallen. Wer so ein Pferd hat, der sollte vorsichtig mit Tadel umgehen, um das Pferd nicht zu demotivieren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es neben dem Energielevel noch andere Merkmale, die wir ber\u00fccksichtigen sollten: intelligente Pferde langweilen sich schnell, wenn wir immer mit den gleichen Aufgaben kommen; Pferde, die langsamer lernen, k\u00f6nnen wir \u00fcberfordern, wenn wir zu schnell und zu abwechslungsreich vorgehen. Manche Pferde reagieren sehr empfindlich auf K\u00f6rperkontakt, andere auf Ger\u00e4usche. Manche Pferde vertrauen sehr auf sich, aber nicht auf ihre Umwelt, anderen bereiten Lernsituationen Stress.<\/p>\n<p>Achte auch immer darauf, wie gut sich dein Pferd konzentrieren kann. Laut Wissenschaft eigentlich nicht l\u00e4nger als 20 Minuten am St\u00fcck. Mit Pausen kannst du deine Trainingseinheiten aber verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Nadja M\u00fcller<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Pferd ist nicht nur ein K\u00f6rper \u2013 und so wichtig es ist, ein biomechanisch gutes Training aufzubauen zum Beispiel mit korrektem Longieren am Kappzaum oder feiner Handarbeit, so wichtig ist es auch, die Psyche und den Charakter deines Pferdes zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[109,45,121,120],"class_list":["post-684","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pferde-training","tag-dressurreiten","tag-longieren","tag-pferde-richtig-trainieren","tag-pferdetypen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=684"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/684\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1439,"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/684\/revisions\/1439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}