{"id":649,"date":"2021-03-03T10:15:35","date_gmt":"2021-03-03T09:15:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=649"},"modified":"2023-03-28T14:29:06","modified_gmt":"2023-03-28T12:29:06","slug":"welche-reitweise-ist-die-richtige-und-gibt-es-diese-ueberhaupt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/tipps-wissen\/welche-reitweise-ist-die-richtige-und-gibt-es-diese-ueberhaupt\/","title":{"rendered":"Welche Reitweise ist die richtige? Und gibt es diese \u00fcberhaupt?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_663\" aria-describedby=\"caption-attachment-663\" style=\"width: 3039px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-663 size-full\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/die-richtige-Reitweise.jpg\" alt=\"\" width=\"3049\" height=\"2033\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/die-richtige-Reitweise.jpg 3049w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/die-richtige-Reitweise-300x200.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/die-richtige-Reitweise-768x512.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/die-richtige-Reitweise-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3049px) 100vw, 3049px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-663\" class=\"wp-caption-text\">Welche ist die richtige Reitweise f\u00fcr mich und mein Pferd?<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jeder Reiter kennt die Situation. Man sitzt gem\u00fctlich in der Runde, egal ob in der Familie, mit Freunden oder Bekannten, und es kommt zu dem Thema \u201ePferde\u201c oder \u201eReiten\u201c. Ganz schnell kommen dann die Disziplinen Springreiten oder Dressurreiten auf den Tisch. Das sind die Reitweisen, die den \u201enormalen Menschen\u201c oftmals bekannt sind.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nNach einem l\u00e4ngeren Dialog, in dem \u201eFrau\u201c oft erkl\u00e4rt, dass es auch andere Reitweisen gibt, kommt man dann schnell zu den Vor- und Nachteilen der \u201eSportreiterei\u201c und erkl\u00e4rt seinem Gegen\u00fcber, dass man doch nur ein \u201eFreizeitreiter\u201c ist und keine ambitionierten Absichten hat. Man sieht sich und sein Pferd nicht auf den Turnierpl\u00e4tzen, sondern eher gem\u00fctlich im Wald.<\/p>\n<h3>Aber was ist der richtige Weg?<\/h3>\n<p>Wenn man in den \u201eSocial Media\u201c unterwegs ist, finden wir etliche Reitweisen. Vom Dressurreiten, Springreiten, Vielseitigkeit, Westernreiten, Barockes Reiten bis hin zur Akademischen Reitkunst, um hier mal nur einige aufzuz\u00e4hlen. Die einen verschreiben sich der gebisslosen Ausbildung, andere nutzen ein Gebiss und andere sogar die Kandare. Die Wege, ein Pferd auszubilden, scheinen sehr vielseitig zu sein. Als \u201ePferdeeinsteiger\u201c kann man da erst einmal den \u00dcberblick verlieren und von den M\u00f6glichkeiten der Ausbildung \u00fcberfordert sein.<\/p>\n<h3>Wie finde ich jetzt die richtige Reitweise f\u00fcr mich und mein Pferd?<\/h3>\n<p>An erster Stelle steht nat\u00fcrlich das Pferd. Was f\u00fcr ein Pferd habe ich oder f\u00fcr was f\u00fcr ein Pferd interessiere ich mich?<\/p>\n<p>Je nach Pferderasse sind gewisse Reitweisen mehr oder weniger \u201eeingeschr\u00e4nkt\u201c. Mit einem Isl\u00e4nder werde ich wom\u00f6glich nicht in einem S-Springparcours starten. Mit einem Trabrennpferd von der Rennbahn wird das Westernreiten wohl nicht unsere Paradedisziplin werden. Nur um hier mal zwei kleine Beispiele zu nennen. Nat\u00fcrlich kann ein Isl\u00e4nder auch springen. Aber wenn ich die Ambition habe im Springsport erfolgreich zu sein, w\u00fcrde ich wohl doch eher einen Warmbl\u00fcter in Richtung \u201eSpringen\u201c gez\u00fcchtet kaufen.<\/p>\n<p>Daher sollte ich mir erst mal die Frage stellen: \u201eIn welcher Reitweise h\u00e4tte mein Pferd viel Talent? Was w\u00fcrde meinem Pferd Spa\u00df bereiten? Worin liegen seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen? Und vor allem, f\u00fcr welche Reitweise interessiere ich mich?<\/p>\n<p>All das sollte ich als Pferdebesitzer mit in meine Entscheidung einflie\u00dfen lassen.<\/p>\n<h3>Welche ist die richtige oder korrekte Reitweise? Und gibt es die \u00fcberhaupt?<\/h3>\n<p>Jeder Pferdebesitzer hat mit dem Kauf eines Pferdes eine sehr gro\u00dfe Verantwortung \u00fcbernommen. Nicht nur f\u00fcr das Pferd an sich, sondern vor allem die seelische und physische Gesundheit des Pferdes sollte stets im Vordergrund stehen.<\/p>\n<h3>Reitweisen gibt es viele. Ans\u00e4tze ein Pferd auszubilden auch. Aber welche ist die korrekte?<\/h3>\n<p>Die Pferdeausbildung beinhaltet ganz viel Wissen und vor allem Feingef\u00fchl und Weitsicht.<br \/>\nDie Ausbildung eines Pferdes bedarf viel Zeit und um euch gleich die Frage vorweg zu nehmen, wann diese endet\u2026 die Ausbildung eines Pferdes endet NIE! In der Pferdeausbildung muss man sich immer wieder neu reflektieren und \u00fcber den \u201eTellerrand\u201c schauen. Es gibt nicht nur einen Weg. Das Pferd, welches im Lehrbuch beschrieben ist, ist ein Pferd von Millionen. Klar sind die Ausbildungswege oft identisch, aber jedes Pferd hat seinen eigenen Weg, ben\u00f6tigt seine eigene Zeit und fordert seinen eigenen individuellen Weg. Und es ist unsere Aufgabe, dem Pferd genau das zu geben, was es ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Je nach Reitweise und Disziplin beginnt die Pferdeausbildung (insbesondere das Anreiten oder Anlongieren) fr\u00fcher oder sp\u00e4ter. Wo wir schon bei einem sehr heiklen Thema sind. Westernpferde und Galopprennpferde beginnen Ihre Ausbildung meist schon mit zwei Jahren. Damit meine ich nicht die \u201eFohlenschule\u201c (Hufe geben, F\u00fchrtraining, Putzen etc.). Das sollte jedes Pferd bereits im Fohlenalter lernen.<\/p>\n<p>Die \u201eSportpferde\u201c beginnen Ihre Grundausbildung (Anlongieren, Anreiten, Einfahren) meist mit drei Jahren.<\/p>\n<p>Auch hier sollte die k\u00f6rperliche und psychische Belastbarkeit der Pferde niemals aus den Augen gelassen werden.<\/p>\n<p>Ich fange mit der Grundausbildung fr\u00fchestens mit 3 &#8211; 3 1\/2 Jahren an. Kleine Spazierg\u00e4nge, spielerisches Verladetraining und evtl. mal als Handpferd mitkommen, kann nat\u00fcrlich vorher schon spielerisch geschult werden. Unter Grundausbildung verstehe ich insbesondere das Pferd mit dem entsprechenden Equipment (<a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Kappzaum\/Kappzaum-mit-Naseneisen\/\">Kappzaum mit Naseneisen<\/a>, Gebiss, <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Longieren\/\">Longe<\/a>, Gerte etc.) auf den weiteren Verlauf der Ausbildung vertraut zu machen. All dies geschieht zun\u00e4hst im Stand, dann im Schritt und erst danach in allen weiteren Gangarten.<\/p>\n<p>So hat jede Reitweise ihren eigenen Ausbildungsweg, der je nach Reitweise und Disziplin mit dem dazugeh\u00f6rigen Equipment einhergeht.<\/p>\n<h3>Woran messe ich eine korrekte Pferdeausbildung?<\/h3>\n<p>Ich messe eine korrekte Pferdeausbildung danach, wie sie mit dem Individuum Pferd umgeht.<br \/>\nSteht das Pferd an erster Stelle? Bestimmt das Pferd den Ausbildungsweg und das Tempo? Habe ich in der Pferdeausbildung die M\u00f6glichkeit ganzheitlich und in allen Reitweisen auszubilden? Gebe ich dem Pferd die Zeit sich physisch und psychisch auf die Arbeit unter dem Reiter vorzubereiten?<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr mich ist eine korrekte Reitweise die F\u00e4higkeit, ein Pferd ganzheitlich gymnastizierend und ohne k\u00f6rperliche und seelische Unversehrtheit auf den Weg als Reit- oder Kutschpferd vorzubereiten.<\/strong><\/p>\n<p>Das beinhaltet immer wieder, dass man sich selbst hinterfragen muss.<\/p>\n<p>Die Frage, warum ich was und wie in der Pferdeausbildung mache und welches Equipment ich nutze und es anwende, sollte stets hinterfragt werden. Die Ausrede: \u201eEs wurde schon immer so gemacht\u201c, hilft dem Pferd in der Situation, in der es Schmerzen erleiden muss, leider auch nicht.<\/p>\n<p><strong>Keine Reitweise ist richtig, wenn Sie dem Pferd Leid zuf\u00fcgt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Pferdeausbildung kann so vielseitig gestaltet werden. Egal ob Horsemanship, Freiheitsdressur, Arbeit an der Hand, Doppellonge, gymnastizierende Longenarbeit, kleine Spr\u00fcnge, stundenlange Gel\u00e4nderitte, dressurm\u00e4\u00dfige Arbeit \u2013 egal ob auf dem Platz oder im Gel\u00e4nde, oder eben auch mal ein kleines Turnier. Solange wir das Pferd als unseren Freund und Partner ansehen und das Wohl und die Gesundheit unseres Pferdes an erster Stelle steht, gibt es keine \u201eFalsche\u201c Reitweise.<\/p>\n<p>So individuell der Weg der Ausbildung ist, sollte die k\u00f6rperliche Unversehrtheit unseres Pferdes stets an erster Stelle stehen. Denn nur so haben wir einen Freizeitpartner der uns den Weg in alle Reitweisen erm\u00f6glicht, die f\u00fcr uns und unser Pferd geeignet sind.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Nadine Brenke<br \/>\nFoto von Gina Lange, Sara Glawe, Katrin Pajewski, Susan Marleen Jerominski<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Reiter kennt die Situation. 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