{"id":606,"date":"2021-01-04T13:02:20","date_gmt":"2021-01-04T12:02:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=606"},"modified":"2025-11-12T09:27:07","modified_gmt":"2025-11-12T08:27:07","slug":"hillbury-basics-ueber-den-ruecken-reiten-was-bedeutet-es-und-wie-erreicht-man-es","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/pferde-training\/hillbury-basics-ueber-den-ruecken-reiten-was-bedeutet-es-und-wie-erreicht-man-es\/","title":{"rendered":"\u00dcber den R\u00fccken reiten: Was bedeutet es und wie erreicht man es?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_607\" aria-describedby=\"caption-attachment-607\" style=\"width: 916px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-607\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Ueber_den_Ruecken_reiten.jpg\" alt=\"\" width=\"926\" height=\"617\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Ueber_den_Ruecken_reiten.jpg 926w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Ueber_den_Ruecken_reiten-300x200.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Ueber_den_Ruecken_reiten-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 926px) 100vw, 926px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-607\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcber den R\u00fccken reiten &#8211; Damit der Pferder\u00fccken gesund bleibt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eDas Pferd muss \u00fcber den R\u00fccken geritten werden!\u201c Als Reitanf\u00e4nger haben wir uns wahrscheinlich alle gefragt, was es mit dieser Aussage auf sich hat. Nat\u00fcrlich reitet man \u00fcber den R\u00fccken, schlie\u00dflich sitzt man drauf.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nDoch so einfach ist es nat\u00fcrlich nicht. \u00dcber den R\u00fccken reiten bedeutet, dass das Pferd den Reiter in allen Gangarten auf eine Art und Weise tr\u00e4gt, die es gesund erh\u00e4lt: Mit aktiven Bauchmuskeln und einer Hinterhand, die in den Schwerpunkt tritt \u2013 so hebt sich der Widerrist, der R\u00fccken schwingt und die Bewegung flie\u00dft durch den gesamten Pferdek\u00f6rper von hinten nach vorn.<\/p>\n<h3>Ein bisschen Anatomie: Der lange R\u00fcckenmuskel ist nicht zum Tragen da<\/h3>\n<p>Dieser Bewegungsablauf ist wichtig, weil ein Pferd von Natur aus nicht gemacht ist, das Gewicht des Reiters zu tragen. Sein R\u00fccken ist wie eine H\u00e4ngebr\u00fccke zwischen Vor- und Hinterhand verspannt und damit das schw\u00e4chste Glied im Pferd. Und wir Reiter nehmen darauf Platz. Zwar hat das Pferd R\u00fcckenmuskulatur, die beiden Str\u00e4nge seitlich der Wirbels\u00e4ule. Doch diese Muskeln sind Bewegungsmuskeln, die die Bewegung aus der Hinterhand auf den Pferdek\u00f6rper \u00fcbertragen. Der lange R\u00fcckenmuskel verl\u00e4uft waagerecht \u2013 und so flie\u00dft auch seine Kraft. Deswegen ist er nicht geeignet, das senkrecht von oben einwirkende Reitergewicht zu tragen.<br \/>\nStabilisiert das Pferd seinen R\u00fccken \u00fcber diese Muskeln, dr\u00fcckt es dabei seine Wirbels\u00e4ule nach unten und fixiert sie \u2013 daraus resultieren Fehlhaltungen, Muskelverspannungen und nat\u00fcrlich falsche Bewegungsabl\u00e4ufe. <strong>Langfristig kann das zur Ursache f\u00fcr Krankheiten und Lahmheiten werden.<\/strong><\/p>\n<p>Ein Pferd w\u00f6lbt seinen R\u00fccken \u00fcber die sogenannte obere Verspannung auf \u2013 das Nackenband und die Halsmuskulatur. Senkt es den Kopf, zieht die Verspannung die Dornforts\u00e4tze der Brustwirbel nach vorn und der R\u00fccken hebt sich. Kippt das Becken ab, passiert das Gleiche in der Lendenwirbels\u00e4ule \u2013 deswegen ist ein gutes Vortreten der Hinterbeine so wichtig.<\/p>\n<h3>Geht das Pferd \u00fcber den R\u00fccken? Daran erkennst du korrektes Reiten<\/h3>\n<p>Geht dein Pferd \u00fcber den R\u00fccken? Hier sind die Pr\u00fcfsteine, anhand derer du das erkennen kannst: Es l\u00e4sst sich im Genick stellen und biegen \u2013 und die Bewegung geht durch den gesamten K\u00f6rper. Stellst du im Genick, kommt die innere H\u00fcfte etwas vor. H\u00e4lt das Pferd seinen R\u00fccken fest, kann es das nicht.<\/p>\n<p>Pferde, die sich gesund mit aktiver Hinterhand bewegen, gehen au\u00dferdem flei\u00dfig und im Takt vorw\u00e4rts, der K\u00f6rper schwingt und nimmt dich als Reiter m\u00fchelos mit. Ist dein Pferd steif oder triebig, deutet das auf Probleme hin.<\/p>\n<p>Ein ruckeliger, harter Trab, ein erhobener Kopf, nach hinten herausschiebende Hinterbeine sind klassische Anzeichen, dass dein Pferd nicht \u00fcber den R\u00fccken geht. Offensichtlich wird das auch bei den \u00dcberg\u00e4ngen von Galopp zu Trab, wenn viele Pferde erstmal in sich zusammenfallen \u2013 und der Reiter ziemlich hoppelt. Im Galopp verhindert ein fester R\u00fccken ein sauberes Durchspringen und einen klaren Dreitakt.<\/p>\n<p>\u00dcberg\u00e4nge geben ebenfalls Hinweise auf die R\u00fcckent\u00e4tigkeit des Pferdes: Sie sollten weich und m\u00fchelos sein. Ein gut gerittenes Pferd erkennst du auch an seiner Oberlinie: die Muskulatur ist gleichm\u00e4\u00dfig und an Widerrist und Schulterbl\u00e4ttern klaffen keine L\u00fccken.<\/p>\n<h3>So reitest du dein Pferd \u00fcber den R\u00fccken<\/h3>\n<p>Die Voraussetzung daf\u00fcr, dass ein Pferd \u00fcber den R\u00fccken geht und sich damit unter dem Reiter gesund bewegt, ist eine gute Gymnastizierung. Ein solides Training mit einem sinnvollen Aufbau, der K\u00f6rper und Psyche des Pferdes ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p><strong>1. Biegearbeiten und Seiteng\u00e4nge<\/strong><br \/>\nDabei spannen sich Bauch- und R\u00fcckenmuskeln abwechselnd an und dehnen sich wieder. So k\u00f6nnen sie trainiert werden und beide Seiten des Pferdek\u00f6rpers werden angesprochen. Bei Schulterherein und Kruppeherein tritt das Pferd zum Beispiel in den Schwerpunkt \u2013 mit dem inneren und dem \u00e4u\u00dferen Hinterbein und kippt daf\u00fcr das Becken ab. Auch mit Handwechseln, Volten und verschiedenen Abstellungen gymnastizierst du dein Pferd sinnvoll.<\/p>\n<p><strong>2. Aufrichtung und Dehnungshaltung im Wechsel<\/strong><br \/>\nWichtig ist, das Pferd nicht mit einer starken Hand in einer festen Position zu fixieren. Dar\u00fcber entstehen nur ein falscher Knick, eine herausschaufelnde Hinterhand und ein h\u00e4ngender R\u00fccken. Stattdessen ist es hilfreich, das Pferd immer wieder in unterschiedlichen Haltungen zu arbeiten \u2013 aufgerichtet und in Dehnung \u2013 um verschiedene Muskelgruppen anzusprechen. Mit regelm\u00e4\u00dfigen Pausen, in denen es sich strecken kann, verhindert man auch eine \u00dcberforderung.<\/p>\n<p><strong>3. Absteigen \u2013 und Bodenarbeit machen<\/strong><br \/>\nVom Boden gibt es fast unendlich viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr gesunde Gymnastik. Sie ist f\u00fcr uns Menschen oft sogar leichter, weil wir das Pferd und seine Bewegung und Reaktionen sehen k\u00f6nnen. Gerade untrainierte Pferde oder solche nach einer Verletzungspause profitieren ungemein von Bodenarbeit: Spazierg\u00e4nge in flottem Tempo, Stangenarbeit, Doppellonge oder Handarbeit am Kappzaum \u2013 hier kannst du kreativ werden.<\/p>\n<p>Hochwertige Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde f\u00fcr eine erfolgreiche Bodenarbeit findest du bei uns im <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/?utm_medium=beitrag&amp;utm_source=blog&amp;utm_campaign=blog.beitrag.ueber-den-ruecken-reiten.\">Hillbury Shop<\/a>.<\/p>\n<p><strong>4. Abwechslung im Training<\/strong><br \/>\nFlotte Ausritte im Gel\u00e4nde und vor allem Bergauf- und Bergabreiten kr\u00e4ftigen Muskeln und R\u00fccken optimal. Auch mit Cavaletti- oder Stangentraining lassen sich gute Effekte erzielen.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Nadja M\u00fcller<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas Pferd muss \u00fcber den R\u00fccken geritten werden!\u201c Als Reitanf\u00e4nger haben wir uns wahrscheinlich alle gefragt, was es mit dieser Aussage auf sich hat. 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