{"id":499,"date":"2020-05-26T14:03:41","date_gmt":"2020-05-26T12:03:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=499"},"modified":"2025-10-06T14:35:54","modified_gmt":"2025-10-06T12:35:54","slug":"mentale-hilfen-fuers-pferd-muehelos-reiten-mit-bildern-im-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/tipps-wissen\/mentale-hilfen-fuers-pferd-muehelos-reiten-mit-bildern-im-kopf\/","title":{"rendered":"Mentale Hilfen f\u00fcrs Pferd: M\u00fchelos reiten mit Bildern im Kopf"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_500\" aria-describedby=\"caption-attachment-500\" style=\"width: 3174px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-500 size-full\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/26_05_2020_mentale_hilfen.jpg\" alt=\"\" width=\"3184\" height=\"2122\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/26_05_2020_mentale_hilfen.jpg 3184w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/26_05_2020_mentale_hilfen-300x200.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/26_05_2020_mentale_hilfen-768x512.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/26_05_2020_mentale_hilfen-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3184px) 100vw, 3184px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-500\" class=\"wp-caption-text\">Unsere Gedanken &#8211; mentale Hilfen &#8211; beeinflussen die Kommunikation und k\u00f6nnen das Reiterlebnis bereichern.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wer reiten lernt, ist erst einmal voll und ganz mit seinem K\u00f6rper, seiner Balance und der des Pferdes besch\u00e4ftigt. So viel soll man auf einmal ausf\u00fchren. Neue Bewegungsabl\u00e4ufe verinnerlichen und dann auch noch auf das reagieren, was das Pferd gerade tut.<\/p>\n<p><!--more-->Doch Reiten ist nicht nur eine k\u00f6rperliche Angelegenheit, sondern auch eine mentale. Es findet sozusagen auch in unserem Kopf statt.<br \/>\nKeine Sorge, das ist jetzt nicht noch eine weitere Baustelle f\u00fcr den stark geforderten Reitanf\u00e4nger. Denn mit dem, was im Kopf stattfindet, kann man den eigenen K\u00f6rper und damit auch den des Pferds wunderbar unterst\u00fctzen. Hilfen werden logischer, das Reiten m\u00fcheloser \u2013 und zwar schon von Anfang an!<br \/>\nMentale Hilfen sind zum einen ein klarer Fokus. Zum anderen sind es innere Bilder und Vorstellungen, mit denen wir unsere Hilfengebung erleichtern und verbessern.<\/p>\n<h3>Der klare Fokus<\/h3>\n<p>Ein klarer mentaler Fokus, also eine genaue Vorstellung dessen, was wir wollen, hilft uns, unseren K\u00f6rper richtig einzusetzen.<br \/>\nDamit erleichtern wir unserem Pferd das Verst\u00e4ndnis doppelt \u2013 nicht nur durch pr\u00e4zise Hilfen. Pferde k\u00f6nnen Fokus und Intention sehr gut lesen und sp\u00fcren. Ein klarer Fokus kann zum Beispiel sein, dass wir dorthin schauen, wo wir hinreiten wollen, statt nach unten auf die Pferdeohren. Das ist \u00fcbrigens ein h\u00e4ufiger Reiterfehler, und nicht nur bei Anf\u00e4ngern. Oder wir sp\u00fcren den Rhythmus des Galopps bereits vor, wenn wir noch traben und kurz vor dem Angaloppieren sind.<\/p>\n<p>Ein <strong>genauer Plan im Kopf<\/strong> sorgt nicht nur f\u00fcr pr\u00e4zisere Hilfen in der Ausf\u00fchrung, weil wir wissen, was wir tun. Er bereitet diese auch bereits vor, da der K\u00f6rper sich automatisch in eine bessere Position bringt, um sie umzusetzen.<\/p>\n<h3>Innere Bilder &#8211; mentale Hilfen &#8211; nutzen<\/h3>\n<p>Innere Bilder sind nicht blo\u00df eine tolle Erg\u00e4nzung zu k\u00f6rperlichen Hilfen. Sie k\u00f6nnen uns darin unterst\u00fctzen, unsere Hilfen m\u00fchelos und korrekt zu geben, ohne, dass wir uns daf\u00fcr besonders anstrengen m\u00fcssen.<br \/>\nZum korrekten Sitz geh\u00f6rt zum Beispiel, dass der Absatz der tiefste Punkt des Reiters ist. Viele Reiter versuchen das zu erreichen, indem sie die Ferse bewusst nach unten dr\u00fccken. Jetzt ist zwar der Absatz unten, aber gleichzeitig werden die Knie und die H\u00fcfte fest. Damit geht die F\u00e4higkeit, geschmeidig zu sitzen und mitzufedern verloren.<\/p>\n<p>Hier kommen innere Bilder und unsere Vorstellungskraft ins Spiel. Wir k\u00f6nnen uns zum Beispiel ausmalen, dass unser gesamter K\u00f6rper mit einer warmen Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcllt ist, die aus den Fersen heraus zu Boden tropft. Oder wir stellen uns vor, dass in uns ein Baum w\u00e4chst, dessen Wurzeln aus der Ferse heraus sich mit dem Boden verbinden.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns auch ausmalen, dass wir Sprungfedern in den Fu\u00dfgelenken besitzen oder dass Gewichte (aber nicht zu schwere) unsere Fersen gen Boden ziehen.<br \/>\n<strong>Hier gilt:<\/strong> Die eigene Kreativit\u00e4t flie\u00dfen lassen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass die Bilder uns helfen und wir sie im K\u00f6rper sp\u00fcren k\u00f6nnen. Ein Bild, das f\u00fcr uns keinen Sinn ergibt, hilft nat\u00fcrlich auch beim Reiten nicht \u2013 dann suchen wir uns eben eines, das f\u00fcr uns besser passt.<\/p>\n<h3>Eine bessere Verbindung<\/h3>\n<p>F\u00fcr eine bessere Verbindung zum Pferd am <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Zuegel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Z\u00fcgel<\/a> k\u00f6nnen diese Bilder hilfreich sein:<br \/>\nMan tr\u00e4gt ein Tablett vor sich her \u2013 das unterst\u00fctzt darin, beide H\u00e4nde auf der gleichen H\u00f6he zu halten. Oder man schiebt einen Einkaufswagen \u2013 das verhindert eine R\u00fcckw\u00e4rts-Einwirkung mit dem H\u00e4nden und damit das f\u00fcr das Pferd unangenehme Zur\u00fcckziehen an den Z\u00fcgeln.<br \/>\nSuper hilfreich ist es au\u00dferdem, mit gegens\u00e4tzlichen Bildern zu experimentieren, um die goldene Mitte zu finden.Man kann sich zum Beispiel vorstellen, zun\u00e4chst wie eine nasse Socke auf dem Pferd zu sitzen. Also zusammengesunken, mit nach vorne gekippten Schultern, rundem R\u00fccken und ohne jede K\u00f6rperspannung. Danach nimmt man die gegenteilige Position ein, indem man sich vorstellt, die Wirbels\u00e4ule sei ein Besenstiel: steif, aufrecht und gerade.<br \/>\nHat man beide Haltungen ersp\u00fcrt, schaut man, ob man die goldene Mitte finden kann: eine aufrechte, aber geschmeidige und flexible Haltung auf dem Pferd.<\/p>\n<p><strong>Positive innere Bilder<\/strong> sorgen au\u00dferdem daf\u00fcr, dass wir uns insgesamt besser f\u00fchlen und eine positivere Ausstrahlung gewinnen. Wir d\u00fcrfen nicht versuchen mit Zwang und Druck eine Ansage des Reitlehrers unbedingt zu erf\u00fcllen. So sind Pferd und Reiter gl\u00fccklicher.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Nadja M\u00fcller<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer reiten lernt, ist erst einmal voll und ganz mit seinem K\u00f6rper, seiner Balance und der des Pferdes besch\u00e4ftigt. 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