{"id":454,"date":"2020-04-23T13:24:22","date_gmt":"2020-04-23T11:24:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=454"},"modified":"2025-11-12T09:21:30","modified_gmt":"2025-11-12T08:21:30","slug":"hillbury-reiter-basics-die-schenkel-zuegel-und-gewichtshilfen-kurz-erklaert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/tipps-wissen\/hillbury-reiter-basics-die-schenkel-zuegel-und-gewichtshilfen-kurz-erklaert\/","title":{"rendered":"Die Schenkel-, Z\u00fcgel- und Gewichtshilfen kurz erkl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_456\" aria-describedby=\"caption-attachment-456\" style=\"width: 1014px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-456 size-large\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Grundlage_Hilfen-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Grundlage_Hilfen-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Grundlage_Hilfen-300x200.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Grundlage_Hilfen-768x512.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Grundlage_Hilfen.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-456\" class=\"wp-caption-text\">Mit den richtigen Schenkel- und Gewichtshilfen zur rechten Zeit, wird vieles einfacher.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute wollen wir dir unsere neue Basic-Reihe vorstellen. Die Blogbeitr\u00e4ge erkl\u00e4ren die elementaren Begriffe aus der klassischen Reiterei. Wir starten mit den Hilfen, unseren Kommunikationskan\u00e4len mit dem Pferd. Heute geht es um Z\u00fcgel-, Schenkel- und Gewichtshilfen. Aus ihrem Zusammenspiel ergibt sich sch\u00f6nes und harmonisches Reiten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Die Schenkelhilfen erkl\u00e4rt<\/h3>\n<p>F\u00fcr korrekte Schenkelhilfen muss zun\u00e4chst mal das Bein richtig liegen. Deswegen ist ein guter Sitz so wichtig: Die Beine h\u00e4ngen locker herab und liegen an den Seiten des Pferdes an. Die Knie d\u00fcrfen nicht klemmen und die Fu\u00dfgelenke m\u00fcssen federn k\u00f6nnen. Schenkelhilfen werden grunds\u00e4tzlich mit der oberen Wade gegeben, nicht mit den Fersen. Im Prinzip wird daf\u00fcr die Wade angespannt. Wird der Schenkel zur\u00fcckgenommen, erfolgt das aus dem H\u00fcftgelenk und nicht wie gern gesehen aus dem Knie. Unterschieden wird bei den Schenkelhilfen zwischen verschiedenen Funktionen: der Schenkel kann vorw\u00e4rts und seitw\u00e4rts treiben, verwahren und versammeln.<\/p>\n<h3>Die Arten der Schenkelhilfen<\/h3>\n<p><strong>Vorw\u00e4rts:<\/strong> Der Schenkel liegt auf der H\u00f6he des Gurtes und unterst\u00fctzt das jeweilige Hinterbein des Pferdes dabei, aktiver unter- oder anzutreten.<\/p>\n<p><strong>Seitw\u00e4rts:<\/strong> Hier liegt der Schenkel, meist der \u00e4u\u00dfere, etwas hinter dem Gurt. Er fordert das Pferd auf, ihm zu weichen, also von ihm wegzutreten. Der andere Schenkel liegt dann am Gurt und sorgt daf\u00fcr, dass das Pferd die Vorw\u00e4rtsbewegung nicht verliert.<\/p>\n<p><strong>Verwahrend:\u00a0<\/strong>Der Schenkel liegt eine Handbreit hinter dem Gurt und kommt immer an der \u00e4u\u00dferen Seite des Pferdes zum Einsatz. Seine Aufgabe besteht darin, die Kruppe des Pferdes zu kontrollieren und ein Ausfallen, zum Beispiel auf der Zirkellinie, zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>Versammelnd:<\/strong>\u00a0Der versammelnde Schenkel hat den Sinn, das Becken des Pferdes zum Abkippen zu bewegen. Das Pferd verst\u00e4rkt dadurch seine Hankenbiegung, nimmt Last auf und tritt eher vorw\u00e4rts aufw\u00e4rts als nur vorw\u00e4rts. Beide Schenkel liegen daf\u00fcr hinter dem Gurt.<\/p>\n<h3>Weitere Tipps zum richtigen Treiben<\/h3>\n<p>Wichtig ist beim Treiben der richtige Zeitpunkt. Der Schenkel spricht das abfu\u00dfende Hinterbein an \u2013 und wirkt in dem Moment ein, wenn es vorschwingt und die gleichseitige H\u00fcfte des Pferdes sinkt. Im Schritt gibt uns der hin und her schwingende Brustkorb automatisch den richtigen Rhythmus zum Treiben vor. Auch im Galopp kommt der Brustkorb unserem Schenkel entgegen, wenn das innere Hinterbein vorschwingt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gilt: Wir starten mit der feinsten Hilfe und steigern sie erst, wenn das Pferd nicht reagieren sollte. Tut es das, setzen wir die Hilfe wieder aus. Wir wollen es auf keinen Fall dauerbeschallen und abstumpfen.<\/p>\n<h3>Die Z\u00fcgelhilfen erkl\u00e4rt<\/h3>\n<p>Z\u00fcgelhilfen stellen idealerweise nur einen klitzekleinen Anteil an der Kommunikation zwischen Reiter und Pferd dar. Dabei stehen unsere H\u00e4nde \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Zuegel\/?utm_medium=beitrag&amp;utm_source=blog&amp;utm_campaign=blog.beitrag.schenkel-zuegel-und-gewichtshilfen.\">Z\u00fcgel<\/a> in Kontakt mit dem Pferdemaul.<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass deine Hand nicht starr ist, sondern dem Pferdekopf in der Bewegung folgt, um die Verbindung zu halten. Im Schritt ist das eine Nickbewegung und auch im Galopp muss deine Hand weich folgen, um das Pferd in der Sprungbewegung nicht zu st\u00f6ren. Im Leichttraben ist es wichtig, dass die H\u00e4nde auf einer H\u00f6he bleiben, auch wenn der Reiter aufsteht und wieder einsitzt.<\/p>\n<h3>Z\u00fcgelhaltung<\/h3>\n<p>In der klassischen Reiterei h\u00e4lt man die Z\u00fcgel in der zu einer leichten Faust geschlossenen, aufrechten Hand. Dabei laufen sie vom Pferdemaul zwischen kleinem und Ringfinger hindurch und zwischen Daumen und Zeigefinger wieder aus der Hand heraus. Der Daumen liegt locker wie ein Dach auf dem Z\u00fcgel.<br \/>\nDeine Arme h\u00e4ngen locker aus den Schultern herab, die Ellenbogen sind leicht angewinkelt mit dem Ziel, dass Z\u00fcgel und Unterarme eine Linie bilden. Die Z\u00fcgelf\u00e4uste sind etwa eine Handbreit auseinander.<\/p>\n<h3>Die Arten der Z\u00fcgelhilfen &#8211; Annehmen und Nachgeben<\/h3>\n<p>Wie bei den Schenkelhilfen gibt es auch bei den Z\u00fcgelhilfen unterschiedliche Arten. Sie werden aus dem Handgelenk, durch ein An- und Entspannen der Faust, ein Anheben der H\u00e4nde oder durch ein Klingeln des kleinen Fingers gegeben.<\/p>\n<p><strong>Annehmen:<\/strong> Hier wird einer oder beide Z\u00fcgel nachgefasst. Daf\u00fcr wird die Faust geschlossen oder die Handgelenke werden leicht nach au\u00dfen gedreht. Wichtig: Zum Annehmen geh\u00f6rt immer wieder das Nachgeben!<\/p>\n<p><strong>Nachgeben:<\/strong> Hier wird der Z\u00fcgel wieder etwas verl\u00e4ngert, indem die H\u00e4nde wieder die Grundposition einnehmen, etwas vorgehen oder sich die Faust etwas \u00f6ffnet. Nachgeben bedeutet nicht, die Z\u00fcgel komplett wegzuwerfen. Das Nachgeben kann einseitig oder beidseitig erfolgen.<\/p>\n<h3>Die Arten der Z\u00fcgelhilfen &#8211; Verwahren, Durchhalten und Seitw\u00e4rts<\/h3>\n<p><strong>Verwahren:<\/strong> Wird das Pferd im Genick gestellt, schaut es also etwas nach innen und man sieht sein inneres Auge, erfordert das eine annehmende Z\u00fcgelhilfe mit der inneren Hand und eine verwahrende mit der \u00c4u\u00dferen. Dabei gibt deine \u00e4u\u00dfere Hand so viel nach, wie deine innere aufnimmt, um das Pferd in die gew\u00fcnschte Position zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Durchhalten:<\/strong> Hier werden beide Z\u00fcgelf\u00e4uste geschlossen und gewartet, bis das Pferd im Genick nachgibt und den Kopf senkt. Dann gibst du wieder nach.<\/p>\n<p><strong>Seitw\u00e4rts:<\/strong> Hierbei wird eine Hand etwas vom Hals weg gef\u00fchrt, um dem Pferd den Weg zur Seite zu weisen und eine Seite zu \u00f6ffnen. Sie erleichtert jungen Pferdes das Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>In manchen Reitweisen ist es auch gang und g\u00e4be, mit unterschiedlich hohen und auch breiten Handpositionen zu arbeiten.<br \/>\nWichtig ist aber generell, dass die Z\u00fcgel nicht r\u00fcckw\u00e4rts einwirken sollen: Das hei\u00dft ein blo\u00dfes Ziehen nach hinten ist falsch.<\/p>\n<h3>Die Z\u00fcgell\u00e4nge<\/h3>\n<p>Je nach Arbeitsphase variiert die L\u00e4nge der Z\u00fcgel. H\u00e4ngen sie durch, sind sie hingegeben. Die Verbindung zwischen Pferdemaul und Hand ist damit sehr frei. Beim langen Z\u00fcgel besteht eine direkte Verbindung und der Reiter sp\u00fcrt das Pferdemaul in der Hand. Der kurze Z\u00fcgel ist deutlich st\u00e4rker aufgenommen \u2013 er erfordert eine Ver\u00e4nderung in der Halshaltung des Pferdes: Es richtet sich auf und kippt im Genick ab.<\/p>\n<p>Unser Tipp: f\u00fcr eine noch feinere Verbindung zum Pferdemaul sind leichte, angenehme <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Zuegel\/Lederzuegel\/?utm_medium=beitrag&amp;utm_source=blog&amp;utm_campaign=blog.beitrag.schenkel-zuegel-und-gewichtshilfen.\">Elch-Lederz\u00fcgel<\/a> eine optimale Erg\u00e4nzung.<\/p>\n<h3>Die Gewichtshilfen erkl\u00e4rt<\/h3>\n<p>Mit der Verlagerung unseres Gewichts im Sattel k\u00f6nnen wir sehr leicht bestimmen, wo das Pferd hingehen soll, da Pferde immer im Gleichgewicht sein wollen und versuchen werden, ihren Schwerpunkt unter unserem zu halten.<\/p>\n<p>Gewichtshilfen einzusetzen bedeutet, unsere Sitzbeinh\u00f6cker zu sp\u00fcren und sie bewusst zu be- oder entlasten. Das sind kleine Bewegungen in der H\u00fcfte, die wir sogar erreichen k\u00f6nnen, wenn wir einen B\u00fcgel st\u00e4rker austreten. Der Oberk\u00f6rper bleibt dabei gerade, wichtig ist es au\u00dferdem, sich nicht in die Richtung der Belastung zu lehnen. Das hat zur Folge, dass die H\u00fcfte abknickt \u2013 und belastet wird dann die Gegenseite.<\/p>\n<p>Auch bei den Gewichtshilfen werden verschiedene Arten unterschieden.<\/p>\n<p><strong>Einseitig belastende Gewichtshilfen:<\/strong> Hier wird das Gewicht verlagert und eine Seite des Pferder\u00fcckens dadurch etwas mehr belastet.<\/p>\n<p><strong>Beidseitig belastende Gewichtshilfen\/ Kreuzhilfen:<\/strong> Daf\u00fcr werden die Bauchmuskeln angespannt und das Becken etwas nach hinten abgekippt. So kann das Pferd versammelt und angeregt werden, mit den Hinterbeinen weiter unter den K\u00f6rper zu treten. Wichtig: Die Hilfe erfolgt aus der K\u00f6rpermitte. Wer Pomuskulatur oder Oberschenkel anspannt, erreicht das Gegenteil und hebt sich eher aus dem Sattel statt tiefer einzusitzen.<\/p>\n<p><strong>Entlastende Gewichtshilfen:<\/strong> Dabei wird der Oberk\u00f6rper etwas nach vorne geneigt um den R\u00fccken vom Gewicht freizumachen und es eher auf die Oberschenkel und Steigb\u00fcgel zu verteilen \u2013 der Hintern bleibt aber im Sattel.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Nadja M\u00fcller<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wollen wir dir unsere neue Basic-Reihe vorstellen. Die Blogbeitr\u00e4ge erkl\u00e4ren die elementaren Begriffe aus der klassischen Reiterei. Wir starten mit den Hilfen, unseren Kommunikationskan\u00e4len mit dem Pferd. Heute geht es um Z\u00fcgel-, Schenkel- und Gewichtshilfen. 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