{"id":266,"date":"2019-08-13T16:10:55","date_gmt":"2019-08-13T14:10:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=266"},"modified":"2023-03-30T13:55:33","modified_gmt":"2023-03-30T11:55:33","slug":"gelassenheitstraining-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/bodenarbeit\/gelassenheitstraining-teil-3\/","title":{"rendered":"Gelassenheitstraining &#8211; Teil 3"},"content":{"rendered":"\r\n<figure class=\"wp-block-image\">\r\n<figure id=\"attachment_267\" aria-describedby=\"caption-attachment-267\" style=\"width: 1014px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-267\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/horse-1307936_1920-1024x607.jpg\" alt=\"Pferd \" width=\"1024\" height=\"607\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/horse-1307936_1920-1024x607.jpg 1024w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/horse-1307936_1920-300x178.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/horse-1307936_1920-768x456.jpg 768w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/horse-1307936_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-267\" class=\"wp-caption-text\">Strategien f\u00fcr ein erfolgreiches Gelassenheitstraining.<\/figcaption><\/figure>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Parcours aufbauen, Pferd durchf\u00fchren, sich freuen. So reibungslos klappt Gelassenheitstraining in den seltensten F\u00e4llen. Um Hindernisse f\u00fcr unsere Pferde zu entgruseln, ist es hilfreich, ein paar Strategien mitzubringen \u2013 und nat\u00fcrlich eine gut passende Ausr\u00fcstung mit <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Halfter-Stricke\/\">Halfter<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Bodenarbeit\/Bodenarbeitsseil.html\">Bodenarbeits-Seil<\/a>. Heute geht es um Kniffe, die deinem Pferd helfen, mutiger und entspannter mit Planen, B\u00e4llen und Co. zu werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hinschicken statt hinf\u00fchren<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ein Tipp beim Gelassenheitstraining besteht darin, das Pferd nicht durch einen Parcours oder zu Gruselobjekten zu f\u00fchren, sondern es dorthin zu schicken. Daf\u00fcr sendest du dein Pferd auf den Kreisbogen, als w\u00fcrdest du es longieren und beginnst dann, die Hindernisse anzusteuern, so dass das Pferd mindestens einen Abstand von zwei oder drei Metern zu dir hat.\u00a0<\/p>\r\n<p>Der Sinn dahinter: Wenn du dein Pferd f\u00fchrst, kann es sich auf dich verlassen und l\u00e4uft dir vielleicht einfach nur hinterher. Wenn du es schickst, muss es sich eigenst\u00e4ndig mit den gruseligen Objekten besch\u00e4ftigen, kann sie nicht ausblenden und sich auch nicht hinter dir verstecken. Damit erf\u00e4hrst du, wie es deinem Pferd emotional tats\u00e4chlich geht. Und du hilfst ihm, sein Selbstvertrauen zu st\u00e4rken, wenn es begreift, dass es gruselige Situationen auch eigenst\u00e4ndig l\u00f6sen kann.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schauen und kauen<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gib deinem Pferd genug Zeit, sich gruselige Objekte einfach anzuschauen und sie zu untersuchen. Gerade, wenn es vor der Plane steht, die Vorderf\u00fc\u00dfe in den Boden stemmt und im Genick verkantet, um die Plane aus dem rechten Auge ansehen zu k\u00f6nnen: Dein Pferd bestimmt das Tempo. Dr\u00e4nge es nicht, weiterzugehen und lass es sich in Ruhe mit dem Hindernis auseinandersetzen. Viele Pferde \u00fcberwinden nach eingehender Betrachtung ihre Skepsis und unternehmen von sich aus den n\u00e4chsten Schritt: noch n\u00e4her an die Plane treten, die Plane anpusten oder vielleicht sogar eine Ecke mit einem Huf antesten. Genau diese Eigenst\u00e4ndigkeit und Neugierde willst du mit dem Gelassenheitstraining erreichen.<\/p>\r\n<p>Wenn du deinem Pferd nach so viel Mut eine Pause g\u00f6nnst, wird es mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit kauen, und das gerade Erlebte verarbeiten. Ein voller Erfolg f\u00fcr Mensch und Tier.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nicht erschrecken!<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gelassenheitstraining hei\u00dft zwar auch Schreck- oder Antischrecktraining: Nichtdestotrotz bedeutet das nicht, dass du dein Pferd dabei willk\u00fcrlich erschrecken sollst. Schlie\u00dflich willst du, dass es gute Erfahrungen mit Objekten und Szenarien macht, die es eigentlich \u00e4ngstigen. Wie erschreckst du dein Pferd also nicht? Indem du das Training Schritt f\u00fcr Schritt aufbaust und nicht gleich mit der T\u00fcr ins Haus f\u00e4llst.<\/p>\r\n<p>Ein Beispiel, wie man es nicht macht: Das Pferd wird durch eine Gasse gef\u00fchrt und als Extra-Grusel-Element von zwei Seiten mit Luftballons beworfen. Das kann auch das souver\u00e4nste Pferd aus der Fassung bringen. Wenn ein Luftballon-Regen in der Gasse das Ziel ist, bereite dein Pferd kleinschrittig auf das Szenario vor: Zeige ihm erst die Gasse \u2013 und zwar so ausf\u00fchrlich, dass es ohne Bedenken und entspannt durch gehen und auch darin anhalten kann. Es reicht nicht, wenn es zwar gehorcht, sich dabei aber nicht gut f\u00fchlt. Danach zeigst du ihm au\u00dferhalb der Gasse die Luftballons \u2013 die Ber\u00fchrung damit, ihre Bewegung und die Bewegungsrichtung auf das Pferd zu, von oben und von der Seite. Erst danach kombinierst du Gasse und Luftballons.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ann\u00e4herung und R\u00fcckzug<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Vielleicht kennst du das Szenario beim Verladen. Das Pferd will nicht auf den H\u00e4nger gehen, l\u00e4sst sich aber \u00fcberzeugen, zumindest mit den Vorderbeinen auf die Rampe zu steigen. Und statt zu loben und ihm eine Pause zu g\u00f6nnen \u2013 und damit zu zeigen, dass es genau richtig reagiert hat -, will der Mensch noch mehr, denn: Das Pferd ist ja fast drin, es fehlt ja nicht mehr viel, da kann es den letzten Meter doch auch noch gleich gehen. Dieser Dauerdruck von hinten f\u00fchrt in der Regel zu Gegendruck: Das Pferd h\u00e4lt es nicht mehr aus, schie\u00dft r\u00fcckw\u00e4rts oder rei\u00dft sich los. Um das zu vermeiden, hilft eine Strategie, die aus Ann\u00e4herung und R\u00fcckzug besteht. Du schickst das Pferd zu dem gruseligen Objekt und erlaubst ihm, wieder davon wegzugehen. Immer wieder.<\/p>\r\n<p>Durch die Anzahl der Wiederholungen lernt das Pferd, dass es nicht gezwungen wird und dass es auf Abstand gehen kann, wenn es muss. Das st\u00e4rkt einerseits sein Vertrauen und andererseits seine Neugier.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">R\u00fcckw\u00e4rts schicken: Abstand zum gruseligen Ding herstellen<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Du schickst dein Pferd in Richtung eines Balls, es wird immer langsamer und bleibt ein paar Meter davorstehen, be\u00e4ugt den Ball und schnorchelt. Wenn es partout nicht mehr weiter nach vorn gehen will, dann frage nach r\u00fcckw\u00e4rts. Gerade, wenn du die Angst an einem bestimmten Objekt festmachen kannst, ist das R\u00fcckw\u00e4rts gehen weg von diesem Objekt eine smarte Strategie. Zum einen stellst du so wieder etwas mehr Abstand zwischen Gruselfaktor und Pferd her, was viele Pferde bereits entspannt. Au\u00dferdem ist R\u00fcckw\u00e4rtsgehen ein guter mentaler Switch, um das Pferd aus seinen am Objekt festhaltenden Fokus auf andere Gedanken zu bringen und wieder ansprechbar zu machen. So beweist du auch deine Empathie, weil du eben kein Vorw\u00e4rts verlangst, wenn das Pferd gro\u00dfe Probleme hat, sondern auf seine Gef\u00fchle R\u00fccksicht nimmst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pause<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Gelassenheitstraining <\/strong>beinhaltet diverse Reize, die f\u00fcr ein Pferd eine echte Herausforderung sind (das ist ja auch der Sinn der \u00dcbung). Deswegen solltest du Pausen nicht vergessen. Belohne dein Pferd abseits des Parcours oder in ruhigen Ecken mit Ruhe und Nichtstun. Dauerfeuer und kontinuierliche Reize stressen das Pferd, es braucht Momente, um wieder herunter zu kommen \u2013 und die nicht nur, wenn es eine Aufgabe gerade besonders gut gel\u00f6st hat. Wenn du merkst, dass dein Pferd \u00fcberfordert ist, wird es allerh\u00f6chste Zeit den Stress mit einer Pause zu verringern.<\/p>\r\n<p><br \/><em>Blog-Beitrag von Nadja M\u00fcller<\/em><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parcours aufbauen, Pferd durchf\u00fchren, sich freuen. So reibungslos klappt Gelassenheitstraining in den seltensten F\u00e4llen. Um Hindernisse f\u00fcr unsere Pferde zu entgruseln, ist es hilfreich, ein paar Strategien mitzubringen \u2013 und nat\u00fcrlich eine gut passende Ausr\u00fcstung mit Halfter und Bodenarbeits-Seil. 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