{"id":226,"date":"2019-05-06T14:49:59","date_gmt":"2019-05-06T12:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/?p=226"},"modified":"2025-09-23T15:14:58","modified_gmt":"2025-09-23T13:14:58","slug":"frei-von-erwartungen-und-bewertungen-pferd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/tipps-wissen\/frei-von-erwartungen-und-bewertungen-pferd\/","title":{"rendered":"Frei von Erwartung und Bewertung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_227\" aria-describedby=\"caption-attachment-227\" style=\"width: 1014px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-227 size-large\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-1024x683.jpg\" alt=\"Erwartungen an Pferd\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-300x200.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-227\" class=\"wp-caption-text\">Eine der gro\u00dfen Herausforderungen als Pferdemensch, besteht darin, seine Emotionen und Erwartungen gegen\u00fcber dem Pferd unter Kontrolle zu halten.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Menschen bewerten und urteilen wir sehr schnell. Das l\u00e4sst die Emotionen nur so sprudeln, die im Zusammensein mit dem Pferd nicht unbedingt f\u00f6rderlich sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Pferd tritt bei der Handarbeit am Kappzaum zum Beispiel nach der Touchiergerte und wir \u00e4rgern uns, weil es doch l\u00e4ngst begriffen haben sollte, was diese Hilfe bedeutet. Oder das Pferd kommt wider Erwarten nicht zu uns ans Tor und wir f\u00fchlen uns entt\u00e4uscht und traurig.<\/p>\n<p>Wir sch\u00e4tzen ein Verhalten als \u201egut\u201c oder \u201eschlecht\u201c, als \u201evorteilhaft\u201c oder \u201eunerw\u00fcnscht\u201c ein und reagieren darauf \u2013 unsere Emotionen \u00fcbernehmen die Kontrolle. Auf dieser Basis treffen wir aber nicht immer die besten Entscheidungen f\u00fcrs Pferd. Wenn wir uns \u00e4rgern, geben wir die Hilfen vielleicht strenger als n\u00f6tig. Und wenn wir entt\u00e4uscht sind, dann liegt unser Fokus so sehr auf uns selbst, dass wir m\u00f6glicherweise gar nicht mehr wahrnehmen, was das Pferd eigentlich br\u00e4uchte.<\/p>\n<p>Gute Pferdemenschen beziehen das Verhalten und die Reaktionen des Pferdes nicht auf sich, sondern nehmen sie schlicht als Information und R\u00fcckmeldung wahr. Wenn wir es schaffen, diese mentale Neutralit\u00e4t zu wahren und damit einen gelassenen Standpunkt einzunehmen, dann st\u00fcrzt uns das Verhalten unseres Pferdes nicht mehr in eine emotionale Achterbahnfahrt.<\/p>\n<p>Wir werden freier, zu experimentieren, weil wir keine Angst mehr vor Verhaltensweisen des Pferdes haben m\u00fcssen, die wir zuvor als \u201enegativ\u201c oder \u201eunerw\u00fcnscht\u201c eingeordnet haben. Wir bekommen einen klareren Blick f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse des Tieres und werden ruhiger und ausgeglichener. Was uns in der Folge wieder zu angenehmeren Partnern f\u00fcr unser Pferd macht.<\/p>\n<p>Um zu dieser doch sachlichen Betrachtungsweise zu finden, hilft uns der Blick auf unsere Erwartungen. Denn unsere Tendenz zu bewerten ist eng mit unserer Erwartungshaltung verbunden. Wir erwarten schlie\u00dflich, dass das Pferd fein auf die touchierende Hilfe reagiert und vermehrt untertritt statt auszutreten. Wir hoffen nat\u00fcrlich, dass unser Pferd uns am Tor begr\u00fc\u00dft, wenn wir in den Stall kommen \u2013 statt uns zu ignorieren. Diese Diskrepanz zwischen Erwartung und Realit\u00e4t f\u00fchrt dazu, dass wir vergleichen, bewerten und uns dann schlecht f\u00fchlen.<\/p>\n<p>F\u00fcr schlechte Gef\u00fchle sorgt unsere Erwartungshaltung aber nicht nur, wenn wir auf etwas spekulieren, das dann nicht eintritt. Manchmal werden unsere Erwartungen auch erf\u00fcllt und es passt uns trotzdem nicht. Das passiert dann, wenn wir bereits mit Vorurteilen in den Stall gehen. \u201eDer wird heute bestimmt wieder nicht angaloppieren unterm Sattel\u201c. Oder: \u201eDer wird sicher wieder den Kopf heben, wenn ich mit der Trense komme\u201c. Oder: \u201eDas wird wieder ein Theater, wenn wir vom Stall wegreiten\u201c.<\/p>\n<p>Die Herausforderung dabei: Unsere Erwartungshaltung kommt nicht von ungef\u00e4hr. Sondern begr\u00fcndet sich darin, dass unser Pferd das Verhalten eben schon einige Male gezeigt hat. Sie ist also berechtigt. Nur \u00e4ndern wir damit rein gar nichts f\u00fcr unser Pferd. Im Gegenteil. Das wird unsere Stimmung und unsere unterschwellige Wut mit Sicherheit sp\u00fcren und sich deswegen nicht so verhalten k\u00f6nnen, wie wir es uns w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Besser w\u00e4re es zu versuchen (und ja, am Anfang bleibt es beim Versuch!), neutral an die Sache heranzugehen und einen unemotionalen Blick auf das Pferdeverhalten zu werfen. Das legt die solide Basis, von der aus wir unserem Pferd helfen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen ihm eine Alternative zu seinem Verhalten erkl\u00e4ren, die uns besser passt und die sich auch f\u00fcr das Tier besser anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Die Galopphilfe noch einmal in Ruhe erkl\u00e4ren. Die Trense als etwas Positives vorstellen und das <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/allgemein\/vom-jungpferd-zum-reitpferd\/\">Auftrensen<\/a> noch einmal \u00fcben. Gemeinsam mit anderen Pferden ausreiten und das Wegreiten vom Stall in kleinen Schritten trainieren.<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel liegt darin, jeden Tag wie ein leeres Blatt Papier zu sehen, das neu beschrieben werden kann. Und nicht wie einen vollgekritzelter Notizblock, auf dem gar kein Platz mehr f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung ist. So k\u00f6nnen wir uns von Altlasten befreien und einen unverstellten Blick auf uns und unser Pferd gewinnen. Und auf diese Weise zu einem besseren Partner werden.<\/p>\n<p>Zu einem besseren Partner werden wir auch, indem wir auf ein gutes Equipment achten: <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Halfter-Stricke\/\">Das Halfter<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Trensen\/\">Trense<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.hillbury.de\/Kappzaum\/\">Kappzaum<\/a> sollten aus einem weichen Leder sein und dem Pferd optimal passen.<\/p>\n<p><em>Blog-Beitrag von Lara van Oost<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<figure id=\"attachment_227\" aria-describedby=\"caption-attachment-227\" style=\"width: 1014px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-227 size-large\" src=\"https:\/\/www.hillbury.de\/pferde-blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-1024x683.jpg\" alt=\"Erwartungen an Pferd\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-300x200.jpg 300w, https:\/\/hillbury-pferde-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Sito-3616-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-227\" class=\"wp-caption-text\">Eine der gro\u00dfen Herausforderungen als Pferdemensch, besteht darin, seine Emotionen und Erwartungen gegen\u00fcber dem Pferd unter Kontrolle zu halten.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Menschen bewerten und urteilen wir sehr schnell. 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